Übung im Januar
07.01.2012 von Marcel Schmelzer (Kommentare: 0)
Am 07.01.2012 fand die erste Übung der Aachener THW-Bergungstaucher im Jahr 2012 statt. Das Ausbildungsthema war Leinentauchen. Dazu wurde nach dem Verladen der Ausstattung und einer ersten kurzen Besprechung der Rursee angefahren. Jeder Taucher führte einen Leinentauchgang durch und war bei seinem zuvor zugewiesenen Tauchpartner Leinenführer.
Das Leinentauchen ist die sicherste Methode ein großes Gebiet zu 100% abzusuchen. Da der Taucher unter Wasser sehr schlecht einschätzen kann, wo er sich befindet, übernimmt dies der Leinführer an der Wasseroberfläche. Der Suchbereich wird im Einsatzfall mit Pylonen markiert. Zunächst schwimmt der Taucher die komplette Leinenlänge aus und beginnt mit der Suche. Erreicht der Taucher dann den Rand des Suchgebiets, wird ihm dies durch ein Leinenzugzeichen mitgeteilt. Der Taucher nähert sich dann soweit dem Ufer, wie es die Sichtverhältnisse Unterwasser zulassen und ändert seine Richtung um 180°. Dies ist eine sehr anstrengende Arbeit, da die Leine vom Taucher immer auf Spannung gehalten muss, damit eine paralle Suche zum Ufer erfolgt. Natürlich gibt es auch andere Möglichkeiten des Leintauchsuchmusters, jedoch ist dies die schnellste und auch sicherste Möglichkeit für den Taucher. Eine Halbkreissuche ist beispielsweise auch möglich, jedoch muss der Taucher hierbei sehr oft die Tiefe wechseln. Diese sogenannten Jo-Jo-Tauchgänge sind schädlich für die Gesundheit des Tauchers. Außerdem müssen sich die Suchbereiche bei der Halbkreissuche in weiten Teile überlappen, da sonst an den Schnittgrenzen der Kreise große Bereich nicht abgesucht werden.
Aufgrund des sehr schlechten Wetters mit starken Windböen wurde die Ausrüstung nach den Tauchgängen sehr schnell wieder verstaut und das Gelände der Unterkunft angefahren.






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